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Pressemitteilung des Schwemme e.V. vom 01.09.2023

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anbei übersenden wir unsere Pressemitteilung und bitten um Veröffentlichung. 

Kontakt für Rückfragen:

2. Vorsitzender Henryk Löhr

loehr@aki-halle.de

0179 2231699

Fotos zum Download und zur Verwendung (frei bis 30.09.2023): Nextcloud


Ihr Schwemme e.V.

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Pelikan ziert in neuer Schönheit das gerettete Baudenkmal

Nun ist die ehemalige Schwemme-Brauerei, eines der frühesten Industriedenkmale der Stadt Halle (Saale), endgültig gerettet. Mit dem Wiederaufbau des im Herbst 2015 abgebrannten Südteils des wertvollen Baudenkmals konnten die von Bund und Land geförderten Sicherungsmaßnahmen in Höhe von knapp 1 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden.

Seine Fassade ziert zudem das Hauszeichen des Pelikan, der seine Jungen durch sein Herzblut wieder zum Leben erweckt, in einer neu geschaffenen Rekonstruktion. Dank einer Förderung der Dr. Marianne Witte-Stiftung konnte die Darstellung von dem Wettiner Bildhauer Bernard Chemin gemeinsam mit Nicole Lehmann und Marian Romanus nach dem stark beschädigten historischen Vorbild aus der Erbauungszeit um 1718 ergänzt und als Kopie in Sandstein gearbeitet werden. Das originale Relief wird zukünftig im Inneren des Hauses ausgestellt.

Der Öffentlichkeit präsentiert der Schwemme e.V. das Pelikanrelief im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 10.09.2023 ab 10:00 Uhr. Zwischen 10:00 bis 16:00 Uhr werden stündliche Führungen angeboten. Der gemeinnützige Verein freut sich über Spenden für den weiteren Ausbau der Schwemme.


 
Hintergrund

Die historische Schwemme-Brauerei wurde nach jahrzehntelangem Leerstand durch ein Feuer stark geschädigt. Der Fortbestand des Bau- und Industriedenkmals war akut gefährdet. Durch den Erwerb des Gebäudekomplexes durch den Schwemme e.V. im Jahr 2016, der sofortigen Notsicherung der Brandruine und der Erarbeitung eines Sanierungs- und Nutzungskonzeptes als „Dritter Ort“ für die Hallesche Stadtgesellschaft konnte eine Perspektive für den Denkmalerhalt aufgezeigt werden.

Dank unzähligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder, der Unterstützung zahlreicher Helfer*innen, finanzieller Zuwendungen und zahlreicher Spenden hat sich die Schwemme zu einem kreativen Ort für Kunst und Kultur am Ufer des Saale-Mühlgrabens und einer Schaubaustelle zum Bauen mit natürlichen Baustoffen entwickelt. Im Jahr 2022 erhielt der Schwemme e.V. für sein Engagement den Denkmalpreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Das 1718 auf dem vorstädtischen Strohhof bei Halle gegründete Brauhaus an der Schwemme trug einen Pelikan mit seinen Jungen als Zeichen. In der christlichen Überlieferung steht der Pelikan als Sinnbild für den Opfertod Christi und die Wiederauferstehung. So ist im mittelalterlichen Naturlehrbuch „Physiologus“ beschrieben, wie sich der Pelikan mit seinem Schnabel die Brust aufreißt, um seine vorher von ihm selbst getöteten Kinder durch Benetzung mit seinem Blut zu neuem Leben zu erwecken. Dieses Bild mit seiner großen Symbolkraft war als Hauszeichen, Wappen oder Symbol verschiedener Organisationen verbreitet. Heute am bekanntesten ist das Logo des Schreibwarenherstellers Pelikan. Für das Brauhaus an der Schwemme ist der Pelikan mit seinen Jungen als Siegel aus der Gründungsakte belegt, Bierflaschen und Werbeschilder tragen das Bild ebenfalls. Der Schwemme e.V. hat das Symbol wieder aufgegriffen und auf eine Medaille zum 300-jährigen Gründungsjubiläum geprägt. Auch die am historischen Ort heute wieder gebrauten Biere zeigen den Pelikan, der seine Jungen nährt.

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Schwemme e.V.
An der Schwemme 1
06108 Halle
Deutschland

post@schwemme.org
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