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Schaufensterausstellung mit Schwemmeansicht von Ralph Penz

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Im Schaufenster des Arbeitskreises Innenstadt, Schmeerstraße 25, sehen Sie nun ein besonderes Bild unserer Schwemme. Das Aquarell wurde von Ralph Penz im Jahre 2020 gemalt.

Malerisch an der Schwemmsaale liegt das 1718 errichtete Brauhaus zum Pelikan (bekannt als Schwemme), welches schon von der Hallorenbrücke aus zu betrachten ist. Der Fachwerkständerbau, der schon bald nach Norden und Süden erweitert wurde, verfügte über Räume zur Lagerung, Keimung, Trocknung und Röstung der Gerste, eine pferdebetriebene Schrotmühle und mehr zur Herstellung des Bieres. Der südliche Teil diente als Wohnhaus für den Braumeister, in dem zusätzlich eine Gastwirtschaft betrieben wurde.

Die Brauerei war von einer Genossenschaft gegründet worden, seit 1830 wurde sie in mehreren Generationen von der Familie Müller betrieben, der Schriftzug am Nordgiebel nennt noch „Heinrich Müllers Witwe“ als die vorletzte Inhaberin. Im Jahr 1920 wurde die Schwemmebrauerei dann an die konkurrierende Freyberg-Brauerei verkauft. Der Brautradition an der Schwemmsaale wurde damit ein Ende gesetzt.

Nach einigen Jahrzehnten mit anderen Nutzungen und Leerstand gründete sich 2015 der Schwemme e.V., der den Gebäudekomplex mit dem Ziel einer denkmalgerechten Sanierung erwarb. In ein paar Jahren soll er wieder in seiner ganzen Größe genutzt werden und Platz für Kreativität bieten. Unterstützt wird das Projekt vom Arbeitskreis Innenstadt e.V., der Stadt Halle (Saale) und vielen Privatpersonen.

Das Aquarell des halleschen Malers Ralph Penz (geboren 1954) zeigt die Ostansicht der Schwemme, wie sie ungefähr Ende der 1980er Jahre ausgesehen hat. Dabei hat der Künstler sich aber natürlich die Freiheit der eigenen Interpretation des Gebäudes genommen.


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